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Hitzerisiko

Hitzerisiko

Als Risiko wird das Ergebnis aus Naturgefahr (Bspw. Hitze oder Starkregen), Exposition (d.h wer oder was ist der Naturgefahr ausgesetzt, wie stark und welche Faktoren tragen zur Exposition bei) und Vulnerabilität (Faktoren die beeinflussen wie stark man anfällig gegenüber den Folgen der Naturgefahr ist, bspw. haben ältere Menschen aufgrund eines schwächeren Herz-Kreislaufsystems eine höhere Anfälligkeit gegenüber Hitze). 

Um einen ersten Überblick über das Hitzerisiko im LK Cochem-Zell zu geben, haben die Kreiswerke Karten erstellt, um bspw. Planungsverfahren zu unterstützen. Zur Beurteilung der Exposition wurden Daten des Landesamtes für Umwelt zur Thermalkartierung ColdHotspots auf Ortslagenebene heruntergeladen und mit Geoinformationssystemen weiter analysiert. 

Durch die Hitzeexposition kann eine erste Einschätzung erfolgen, an welchen Orten auf Ebene der Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden prioritär Maßnahmen zum Hitzeschutz umgesetzt werden können. Da unterschiedliche Gruppen aber unterschiedlich anfällig gegenüber Hitze sind, wurde zudem eine Vulnerabilitätskarte erstellt. Diese berücksichtigt zum jetzigen Zeitpunkt die Bevölkerungsdichte (gw. 30%), den Anteil an Personen >65 Jahre (40%) sowie die Eigentumsquote (20%). Diese Liste ist jedoch nicht konklusiv und kann, je nach Datenlage, noch um weitere Faktoren wie bspw. das Haushaltseinkommen, Distanz zu Grünanlagen, Anteil an Kleinkindern usw. ergänzt werden. 

Um das Gesamtrisiko zu bewerten wurden zuletzt die Daten zur Exposition und Vulnerabilität miteinander verschnitten, um ein umfassendes Bild über Handlungsbedarfe zu erhalten und diese in Zukunft auch effektiv verorten zu können.